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Archiv für den Monat März 2014

Wie man auf der Internetseite des Bundesverfassungsgerichtes lesen kann, hat der zweite Senat vor, sich dieses Jahr mit der Verfassungsbeschwerde der Zeugen Jehovas gegen das Land Bremen zu beschäftigen:

Übersicht über die Verfahren, in denen das Bundesverfassungsgericht anstrebt, im Jahre 2014 unter anderem zu entscheiden

2 BvR 1282/11: Verfassungsbeschwerde der Religionsgemeinschaft „Jehovas Zeugen in Deutschland“ gegen das legislative Unterlassen ihrer Zweitanerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts in der Freien Hansestadt Bremen.

Wann genau eine Entscheidung getroffen wissen wir damit noch nicht, aber voraussichtlich wird das in diesem Jahr stattfinden.

 

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Nach diesem Artikel beschäftigt sich der EGMR (Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte) derzeit mit einer Vielzahl von Fällen, in denen Russland (wahrscheinlich, es gibt ja noch kein Urteil) die Menschenrechte von Zeugen Jehovas verletzt hat.

Folgende Punkte werden anscheinend untersucht:

1.    The liquidation of a local Jehovah’s Witness organization in Taganrog, Russia, along with the confiscation of its property and a ban on 34 of its publications;
2.    Seven other instances of the banning of religious publications in various Russian regions;
3.    The revocation of a permit to distribute religious magazines;
4.    A series of administrative proceedings launched against nine individuals in eight regions over the distribution of extremist literature; 
5.    Five cases where administrative proceedings were launched over the distribution of unregistered mass media;
6.    Thirteen cases where administrative proceedings were launched for conducting religious events;
7.    Three searches carried out in private residences, and the seizure of religious literature;
8.    Five cases where searches were conducted in places of worship, with the disruption of religious services;
9.    The seizure of a shipment of religious literature;
10.    And the detainment of a Jehovah’s Witness for preaching.

Erfahrungsgemäß kann es längere Zeit dauern, bis ein derartiges Verfahren zu einem Urteil führt. Und ähnlich erfahrungsgemäß nimmt die Neigung der russischen Behörden immer mehr ab, Urteile des EGMR auch in der Realität umzusetzen, wie die letzten Siege der Zeugen Jehovas vor dem Gericht gezeigt haben.

Wenn man in den Focus aus dem Jahr 2000 schaut, kann man dort folgendes lesen:

Das meistverkaufte Buch der Welt ist immer noch die Bibel (Auflage allein 1998: 585 Mio.)

Diese Angabe macht mich aus einem einfachen Grund misstrauisch: Da es derzeit rund zwei Milliarden Christen gibt, würde das heißen, dass jeder Christ alle vier Jahre eine neue Bibel bekäme. Nach meiner persönlichen Erfahrung ist es selbst in Ländern wie Deutschland so, dass die meisten Menschen maximal eine Bibel im Leben besitzen, auf jeden Fall wesentlich weniger als eine Bibel alle vier Jahre.

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„Solus Christus“ ist ein Motto vieler protestantischer Gruppen, dass ausdrücken soll, dass allein das Opfer Jesu dem Menschen Rettung(oder „Heil“) ermöglicht. Auf dieser Grundlage werden Zeugen Jehovas aus diesen Gruppen häufig dafür kritisiert, dass sie angeblich lehren würden, dass man sich seine Rettung selber verdienen muss. Kritisiert wird das, weil Zeugen Jehovas dadurch angeblich Jesu Opfer entwerten; hierfür wird gerne ein Wort wie „Leistungsevangelium“ verwendet, um anzudeuten, dass Zeugen Jehovas meinten, sie können sich ihre Rettung durch ihre guten Taten selbst verdienen. Sie vertreten die Meinung: „Es reicht aus, wenn ein Sünder daran glaubt, dass das Opfer Jesu seine Sünden tilgt“.

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Der Text aus Epheser 4 ist für mich faszinierend, zum einen gibt es dort eine ganze Reihe von interessanten Punkten der Übersetzung, aber das interessiert mich heute einmal nicht. Viel interessanter ist, wie der Text so gerne ignoriert wird und welche Konsequenzen es hat, wenn man als Christ diesen Text beachten will. Genau das ist der Punkt, um den es mir heute geht.

Es gibt Personen, die selber Zeugen Jehovas sind, aber auf den Seiten des Internets versuchen, den Glauben, dem sie offiziell angehören, zu kritisieren, zu verändern oder allgemein ihre eigene abweichende Glaubenslehre zu vertreten. Insbesondere interessiert mich heute, dass dieser Personenkreis die Autorität der leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas ablehnt.  Diese Personen sind oft frustriert, da aus den Reihen der Zeugen Jehovas kaum jemand auf das hört, was sie als „gute Argumente“ für ihre Position empfinden. Diese Reaktion schieben sie dann fast immer darauf, dass „Zeugen Jehovas das Denken verboten“ sei, sie „von dem Wachtturm kontrolliert werden“ und ähnliche Vermutungen, die davon ausgehen, dass das Problem bei den Zeugen Jehovas liegt, die nicht auf sie hören wollen.

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