Archiv

Archiv für den Monat August 2014

Du kannst dich an den „degenerierten genetischen Code„, über den wir in der Schule gehört haben? Im letzten Jahrtausend war er noch ein „Beweis“ dafür, dass die Evolution eben etwas chaotisch werkelt, er wurde als ein „eingefrorener Zufall“ angesehen. Vor ein paar Jahren wurde dann entdeckt, dass das „Code-Mapping“ wahrscheinlich dasjenige ist, dass unter allen möglichen Codes die höchste Fehlertoleranz erreicht.

Und dieses Wochenende können wir (auf Englisch) unter der Überschrift „Redundancy of the genetic code enables translational pausing“ lesen, dass der genetische Code noch einen zusätzlichen Code enthält, der entscheidenden Einfluss darauf hat, wie das Ribosom das entstehende Protein „zusammenfaltet“. Ein Code im Code sozusagen. Ich selbst habe den Artikel noch nicht gelesen, aber es sieht so aus, dass er mir gefallen wird.

Hier geht es zu dem Artikel.  Viel Spaß!

Read More

Vor ein paar Monaten habe ich mich damit beschäftigt, dass abiogenetische Erdölentstehung (falls es sie denn geben sollte, was ich bezweifele) nur einen geringen Bruchteil des Erdöls liefern könnte, den wir heute verbrauchen, da wir ansonsten in den letzten hundert Millionen Jahren bereits in Erdöl ertrunken wären. Dies führte zu Protesten eines Kommentators, der u.a. meinte, dass folgende Möglichkeit eine sinnvolle Alternative darstellt:

Warum verschweigen Sie eine weitere, für viele Christen sehr wichtige Möglichkeit?

Ihre Annahme, dass die Erde schon hundert Millionen Jahre alt sei, könnte schlicht und einfach falsch sein. Nicht wenige gute Wissenschaftler vertreten die Auffassung, dass die Erde sehr jung ist (ca. 10.000 Jahre). Setzten wir in Ihre obige Formel 10^4 anstatt 10^8 ein, lautet das Ergebnis 10 cm anstatt 1 km.

Hier will ich einmal beschreiben, warum dieses Szenario aus meiner christlichen Sicht nicht „die Lösung“ unserer Energieprobleme ist, sondern ein Alptraum.

Read More

Dieses Wochenende habe ich eine Herde Anischampignons erlegt und verzehrt. Nachdem ich in zwei Stunden drei Pilze gefunden hatte (eine Ziegenlippe, zwei Butterpilze), war das meine Rettung. Es gibt kaum etwas peinlicheres, als stundenlang durch Wälder und Wiesen zu streifen, und dann der Familie drei Pilze zum Mittagessen mitzubringen.

Was mich überhaupt nicht zum eigentlichen Thema bringt, deswegen mache ich einen harten Übergang: „And now for something completely different“. Auf meinem alten Blog hatte ich mich mit dem „Kreuz“, dem Hinrichtungsinstrument beschäftigt, mit dem Jesus Christus zu Tode gefoltert wurde. Es ging mir um die Frage, wie genau dieses Hinrichtungsinstrument aussah und ob und wie wir die Form heute noch feststellen können. Damals wies ich auf folgendes hin:

mit dem Ausdruck „Kreuz“ werden zwei sehr verschiedene Dinge bezeichnet: einerseits das Folterinstrument, an dem Jesus Christus starb und andererseits das „Hauptsymbol des Christentums“… wie es in Gestalt kleiner Figuren an Wänden und auf Schmuckstücken Verwendung findet.

Wie ich damals bereits schrieb, werden diese beiden Dinge häufig nicht auseinander gehalten, obwohl es offensichtlich zwei unterschiedliche Dinge sind. Heute will ich mich daher kurz mit der zweiten Seite der Medaille beschäftigen: Was ist mit dem Kreuz als „Hauptsymbol des Christentums“? Dafür lasse ich die Frage außen vor, wie genau das Hinrichtungsinstrument aussah, an dem Jesus zu Tode kam. Es geht mir heute um die kleinen (und großen) Kreuzbilder, -statuen und sonstigen Kunstgegenstände, die heute von verschiedenen Kirchen und Christen benutzt werden. Und ich kann heute mal die Frage unbeachtet lassen, wo der Brauch, Kreuzsymbole zu verwenden, überhaupt herkommt, denn es geht mir um einen anderen Aspekt.

Read More

[Hinweis: Der hier verlinkte Blog wurde inzwischen auf „privat“ umgestellt, so dass die verlinkten Berichte leider nicht mehr zugänglich sind]

Wer sich dafür interessiert, wie eine Missionarin der Zeugen Jehovas ihre Erlebnisse mit Ebola in Guinea beschreibt, der kann von den ersten Nachrichten über die Krankheit lesen, davon wie eine Gedächtnismahlfeier und ein Kongress ablaufen, und wie derzeit die allgemeine Situation ist.

Endlich habe ich den Ort gefunden, wo Otter leben sollte! Allerdings werde ich nicht gleich umziehen. Die Arbeitsmarktsituation für Otter in Ostdeutschland ist derzeit nicht so gut;o)

Nebenbei bin ich erkältet, oder besser gesagt, ich war erkältet, als ich anfing zu schreiben. Und das bei dem Wetter. Was macht ein erkälteter Fischotter im Sommer? Genau, er beschäftigt sich mit der Definition altgriechischer Worte. In meinem Fall ist das heute πορνεία (und die zugehörigen Verben). Üblicherweise wird das Wort in verschiedenen Bibeln mit „Hurerei“, „sexuelle Unmoral“ „Unzucht“, „verbotene sexuelle Beziehungen“, „unmoralische Lebensführung“ oder ähnlich übersetzt. Was ist damit gemeint? Das ist eine Frage, über die sich die Gelehrten (und die weniger Gelehrten!) seit langem streiten. Da die Bibel selber keine genaue Definition enthält, ist die Frage auch nicht so einfach zu klären. Für Christen ist die Frage aber interessant, da in Texten wie 1.Korinther 6,9f und Galater 5,19-21 ausdrücklich darauf hinweisen, dass πορνεία ein Grund dafür ist, dass man nicht in das Reich Gottes kommt. Daher will ein echter Christ natürlich unbedingt vermeiden πορνεία zu begehen. Bereits vorab will ich aber sagen: Ich werde die Frage der Definition hier auch nicht endgültig, komplett und ein für allemal klären. Ich will mich auf einen Teilaspekt beschränken.

Im heutigen einundzwanzigsten Jahrhundert ist Sex für die meisten Teenager  (und jungen Erwachsenen) ein normaler Aspekt des Lebens, ohne dass sie sich dabei Gedanken um eine Eheschließung machen. Wer nun daherkommt und behauptet, dass genau dieses Verhalten nach den angeführten Bibeltexten gegen biblische Moralmaßstäbe verstößt, der erntet (bestenfalls) einen verständnislosen Blick seitens der Allgemeinheit. Wer will das schon? Niemand. Genau deswegen will ich einmal schauen, ob man aus der Bibel ein paar Informationen zu dieser Frage herauspressen kann. Ich will hier und heute nicht klären, ob die Bibel als Grundlage für ethische Normen gelten kann, denn das wäre für einen Blogpost einfach zu viel. Ich will einfach schauen, ob man der Bibel Informationen darüber entlocken kann, was genau mit πορνεία gemeint ist. Und selbst diese Frage werde ich nur bruchstückhaft angehen, nämlich in Bezug darauf, ob Sex ohne vorherige Eheschließung in der Bibel als πορνεία beschrieben wird. Read More

Meine Erkältung hat gerade ihr einwöchiges Jubiläum hinter sich und ich fühle mich immer noch wie ein Biber!

Und dann muss ich jetzt auch noch lesen, wie in  Turkmenistan und Usbekistan Menschenrechte behandelt werden.

In Usbekistan benötigt man eine staatliche Genehmigung ohne die Menschenrechte offenbar „illegal“ sind:

Uzbek police tracked down a Jehovah’s Witnesses group that was illegally recruiting Muslims and holding secret prayer sessions in the Namangan region of Uzbekistan’s Fergana Valley, a spokesman for the country’s law enforcement agencies told Interfax on Friday.

At the end of July, policemen raided a privately owned house in the city of Namangan, where the group’s members were holding an illegal meeting.

Books and electronic data storage devices were confiscated from the house and sent for analysis, the spokesman said.

The sect’s members, who are former Muslims, may be sentenced to large fines for their activities, he said.

Uzbekistan’s law on the freedom of conscience and religious organizations stipulates that only registered religious organizations are allowed to use religious literature and only within their registered offices. The law also prohibits any religious propaganda.

Und in Turkmenistan herrscht anscheinend vollkommene Willkür. Lest euch den Bericht im Link durch. Ich fühle mich nicht gesund, daher verzichte ich heute auf einen Kommentar.