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Bibel

Eine kleine Fleißarbeit: Eine (hoffentlich halbwegs) vollständige Auflistung der Stellen, wo nicht einfach das Wort „Jehova“ im Text der Psalmen auftaucht, sondern wo ausdrücklich vom „Namen Gottes“ die Rede ist. Diese Stellen zeigen auch in den meisten Übersetzungen, die den Namen Gottes mit HERR wiedergeben, was die Bibel über den Namen Gottes sagt. Eine Ausnahme sind einige „freie Übersetzungen“, die nicht nur den Namen Gottes an sich aus der Übersetzung gestrichen haben, sondern darüber hinaus auch noch jede Bezugnahme auf diesen Namen entfernt haben. Die schlimmsten Übersetzungen in dieser Frage sind die Gute Nachricht und Hoffnung für Alle.

Die Textstellen sind nach der NWÜ zitiert, daher muss man bei anderen Bibeln die abweichende Kapitel- und Verseinteilung beachten..

Ganz unten findest du dann noch vier Bibeltexte, die davon reden, was es in der Bibel bedeutet, wenn ein Name nicht mehr benutzt wurde.

Eine ähnliche Zusammenstellung für das NT findest du auf meinem alten Blog.

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Wer sich mit der altgriechischen Sprache der Bibel beschäftigt, der wird von Zeit zu Zeit auf den Namen Adolf Deissmann stoßen, der Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts sein Buch „Licht vom Osten“ veröffentlichte, welches damals unter anderem klarstellte, dass die in dem NT benutzte Sprache keine Neuschöpfung der Bibelschreiber war (sog. „Bibelgriechisch“), sondern dass die Schreiber des NT die Alltagssprache ihrer Zeit benutzten.

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[Kleiner Hinweis vorab: der vorliegende Text ist ein Essay, ein Versuch im eigentlichen Wortsinn. Ich bin mir bewusst, dass dieser Versuch noch jede Menge Ecken und Kanten hat; da ich hier aber in eine Richtung denke, in die ich vorher noch nicht gedacht hatte, ist das unvermeidlich. Du wirst hier wahrscheinlich viele gedankliche Doppelungen und Umwege finden, die man in einem zweiten Versuch wahrscheinlich besser machen kann. Hier und da werde ich etwas übersehen haben oder Fehler eingebaut haben.]

Über die Feiertage hat man ja angeblich nichts zu tun. Das stimmt (für Fischotter) eher nicht. Ich hatte nur wenig Ruhe „zwischen den Jahren“, weswegen ich auch nicht dazu kam, einen interessanten Wörterbuchartikel zu studieren, den mir ein freundlicher Erdbewohner zuschickte. Dafür fiel mir eine Mail in die Hände, die ich letzten Oktober bekommen habe. Damals hatte ich mich mit dem Inhalt eher nicht auseinandergesetzt, da der Schreiber meinte, mir aus dem Internet zusammenkopierte Abschnitte als seine „eigenen Gedanken“ zu verkaufen. Aber ein Satz schien wirklich von ihm zu stammen; zu dem Gleichnis von treuen und verständigen Sklaven (Matthäus 24,45ff und Lukas 12,42ff) schrieb er: „Meiner Meinung nach erwähnte Jesus hier ein Gleichnis – keine Prophetie!!! – um ganz einfach zur Wachsamkeit zu ermahnen.“

Diese Meinung ist mir bereits über den Weg gelaufen, und dies brachte mein Otterhirn zum Laufen: Wieso kann ein Gleichnis keine Prophetie sein? Das erscheint mir so sinnvoll wie die Frage, ob Nasi Goreng nun ein Reisgericht oder ein asiatisches Gericht sei: Beides ist richtig. Und die Kategorien „Gleichnis“ und „Prophetie“ schließen sich genau so wenig gegenseitig aus. Daher ergibt der Satz, so wie ich ihn hier zum Lesen bekam, keinen Sinn; deswegen erlaube ich mir, ihn zum weiteren Nachdenken entsprechend der (anscheinenden) Absicht des Mailschreibers etwas zu korrigieren: Das Gleichnis vom treuen und verständigen Sklaven ist kein prophetisches Gleichnis, sondern ein Gleichnis, das den Leser zu einer bestimmten Handlungsweise (hier: Wachsamkeit) ermahnen soll.

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Wer die Rede Jesu aus Matthäus 24 mit dem vergleicht, was wir in Markus 13 über die gleiche Rede lesen, dann fällt mir auf, dass es dort zwei Gleichnisse gibt, die man nicht auf den ersten Blick zusammenbringen kann, obwohl sie schon so aussehen, als ob sie etwas miteinander zu tun hätten: Ich meine das Gleichnis vom Türhüter aus Markus 13 und das Gleichnis vom treuen und verständigen Sklaven. Wie passen die zwei Gleichnisse zusammen? Wenn ich den Bericht aus Lukas 12 daneben lege, der zwei ähnliche Gleichnisse enthält, die Jesus bei einer anderen Gelegenheit hintereinander erzählte, dann bietet sich die Sortierung geradezu an, die ich gefunden habe und hier vorstellen möchte.

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Was passiert mit Menschen, die von Gott gerettet werden? Diese Frage bewegt mehr oder wenige alle, die sich (ernsthaft) als Christen bezeichnen. Die meisten (oder fast alle?)  trinitarischen Christen glauben, dass jeder gerettete Christ wiedergeboren werden muss; die meisten gehen dann davon aus, dass diese Wiedergeborenen in den Himmel kommen. Menschen (wie Zeugen Jehovas), die im Gegensatz dazu lehren, dass es nach der Bibel zwei Gruppen gibt, die gerettet werden, sind bei trinitarischen Christen mit ihrer Meinung nicht gerne gesehen. Begriffe wie „144.000“, „große Volksmenge“ oder „andere Schafe“ wirken auf sie manchmal wie ein rotes Tuch und helfen daher nicht, wenn man mit derartigen Trinitariern reden will. Ich will hier einfach einmal versuchen, aus der Bibel ein paar eindeutige (!)  Aussagen zu dem Thema zu extrahieren, die ohne die drei eben genannten Begriffe auskommen. Erstaunlicherweise funktioniert das. Wie will ich das machen? Ausgehend von zwei Aussagen im „Alten Testament“ will ich die dazu gehörenden zwei Punkte durch die ganze Bibel bis zur Offenbarung verfolgen. Es zeigt sich, dass beide Aussagen zusammen eindeutig lehren, dass es zwei Gruppen von geretteten Menschen geben muss, die eine unterschiedliche Bestimmung haben. Im Rahmen dieses Beitrags setze ich voraus, dass die Bibel (nach dem sog. „protestantischen Kanon“, d.h. ohne die Apokryphen) das Wort Gottes darstellt. Read More

Endlich habe ich den Ort gefunden, wo Otter leben sollte! Allerdings werde ich nicht gleich umziehen. Die Arbeitsmarktsituation für Otter in Ostdeutschland ist derzeit nicht so gut;o)

Nebenbei bin ich erkältet, oder besser gesagt, ich war erkältet, als ich anfing zu schreiben. Und das bei dem Wetter. Was macht ein erkälteter Fischotter im Sommer? Genau, er beschäftigt sich mit der Definition altgriechischer Worte. In meinem Fall ist das heute πορνεία (und die zugehörigen Verben). Üblicherweise wird das Wort in verschiedenen Bibeln mit „Hurerei“, „sexuelle Unmoral“ „Unzucht“, „verbotene sexuelle Beziehungen“, „unmoralische Lebensführung“ oder ähnlich übersetzt. Was ist damit gemeint? Das ist eine Frage, über die sich die Gelehrten (und die weniger Gelehrten!) seit langem streiten. Da die Bibel selber keine genaue Definition enthält, ist die Frage auch nicht so einfach zu klären. Für Christen ist die Frage aber interessant, da in Texten wie 1.Korinther 6,9f und Galater 5,19-21 ausdrücklich darauf hinweisen, dass πορνεία ein Grund dafür ist, dass man nicht in das Reich Gottes kommt. Daher will ein echter Christ natürlich unbedingt vermeiden πορνεία zu begehen. Bereits vorab will ich aber sagen: Ich werde die Frage der Definition hier auch nicht endgültig, komplett und ein für allemal klären. Ich will mich auf einen Teilaspekt beschränken.

Im heutigen einundzwanzigsten Jahrhundert ist Sex für die meisten Teenager  (und jungen Erwachsenen) ein normaler Aspekt des Lebens, ohne dass sie sich dabei Gedanken um eine Eheschließung machen. Wer nun daherkommt und behauptet, dass genau dieses Verhalten nach den angeführten Bibeltexten gegen biblische Moralmaßstäbe verstößt, der erntet (bestenfalls) einen verständnislosen Blick seitens der Allgemeinheit. Wer will das schon? Niemand. Genau deswegen will ich einmal schauen, ob man aus der Bibel ein paar Informationen zu dieser Frage herauspressen kann. Ich will hier und heute nicht klären, ob die Bibel als Grundlage für ethische Normen gelten kann, denn das wäre für einen Blogpost einfach zu viel. Ich will einfach schauen, ob man der Bibel Informationen darüber entlocken kann, was genau mit πορνεία gemeint ist. Und selbst diese Frage werde ich nur bruchstückhaft angehen, nämlich in Bezug darauf, ob Sex ohne vorherige Eheschließung in der Bibel als πορνεία beschrieben wird. Read More

Irgendwie ist dieser Sommer doch erheblich verregneter, als ich mir das vorgestellt hatte. Das wird wohl nicht so schnell etwas mit in der Sonne liegen. Andererseits sollte ich mich als Fischotter natürlich nicht bescheren, wenn es mehr Wasser gibt. Ich muss mich wohl mehr auf das Schwimmen konzentrieren. Und ich sollte aufhören, vom Wetter zu reden. Was ich hiermit tue.

Kürzlich las ich 1.Korinther 4,6, einen Bibeltext, den man wirklich vielseitig „anwenden“ kann, wenn man will. Der Text erlaubt es jedem Leser, öffentlich zu verkünden, dass er „nicht über das hinausgeht, was geschrieben steht“. Wie schön! Das ist ein Punkt, mit dem sich so ziemlich jeder einig erklären kann, der sich für einen Christen hält. Interessant wird es aber, wenn man anfängt, darüber nachzudenken, was es denn konkret heißen soll, dass man nicht über das geschriebene hinausgeht. Da wird es etwas komplizierter. Read More

Wenn man in den Focus aus dem Jahr 2000 schaut, kann man dort folgendes lesen:

Das meistverkaufte Buch der Welt ist immer noch die Bibel (Auflage allein 1998: 585 Mio.)

Diese Angabe macht mich aus einem einfachen Grund misstrauisch: Da es derzeit rund zwei Milliarden Christen gibt, würde das heißen, dass jeder Christ alle vier Jahre eine neue Bibel bekäme. Nach meiner persönlichen Erfahrung ist es selbst in Ländern wie Deutschland so, dass die meisten Menschen maximal eine Bibel im Leben besitzen, auf jeden Fall wesentlich weniger als eine Bibel alle vier Jahre.

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